Newsletter, die wirklich ankommen

Tipps zur Zustellbarkeit von E-Mail Marketing

von Experten für Experten

Unsere Kollegen von sendinblue (Sarah & Numa) haben ein tolles Paper verfasst, welches konkrete Tipps für bessere Zustellraten zusammenfasst. Wir haben dieses hier nochmal in unserem Blog aufbereitet und speziell JTL-Shop Betreibern diese tollen Tipps zur Verfügung zu stellen.

Inhalt

 

  1. Einwilligung und Datenschutz
  2. Zustellbarkeit
  3. Kennzahlen - gut erklärt
  4. Technische Rafinessen
  5. Ausblick

Auch für JTL-Shop umsetzbar?

Natürlich sind alle Tipps auch mit deinem JTL-Shop umsetzbar. Viele Empfehlungen lassen sich am besten zusammen mit sendinblue und unserem kostenlosen sendinblue Plugin umsetzen, sie gelten aber auch ganz allgemein.

 

1. Einwilligung und Datenschutz

Zustellbarkeit hängt eng zusammen mit der Einhaltung von Datenschutzrichtlinien und vor allem auch dem Interesse der Empfänger. Denn werden Mails als Spam wahrgenommen oder gar markiert, so wirkt sich dies negativ auf Reputation und eben auch auf die Zustellbarkeit aus. Einige Grundregeln sollten also auf jeden Fall beachtet werden

 

Folgendes solltest du beachten:

  • Einwilligung sicher einholen (Double Opt-In)
  • Datensparsamkeit - nur die nötigen Daten abfragen (E-Mail)
  • Zweckbindung kommunizieren
  • Datensicherheit muss gegeben sein
  • Transparenz

Die Grundsätze kommen u.a. aus der DSGVO. Dabei geht es primär um Aufklärung und Einwilligungsthemen, sowie deren Protokollierung.

Solltest du mittels sendinblue versenden wollen, übernimmt sendinblue die wichtigsten Themen für dich und du kannst sehr einfach DSGVO konform starten.

 

Direktwerbung

Im Ausnahmefall ist eine vorherige, ausdrücklich erteilte Einwilligung des Adressaten für den Erhalt eines Newsletters, Telefon- oder E-Mail Werbung nicht erforderlich. Die Verarbeitung personenbezogener Daten zum Zwecke der Direktwerbung kann unter gewissen Umständen als eine dem berechtigten Interesse dienende Verarbeitung betrachtet werden. Bitte beachte diesbezüglich die Vorgaben des § 7 UWG und die damit verbundene, differenzierte Rechtsprechung.

Eine solche Ausnahme kann vorliegen, wenn die nachfolgend aufgeführten Voraussetzungen gegeben sind:

  • der Kunde ist Bestandskunde,
  • Werbung für ähnliche Waren erfolgt,
  • der Kunde hat Verwendung nicht widersprochen,
  • bei Erhebung der E-Mail-Adresse und bei jeder Zusendung von Direktwerbung erfolgt ein klarer und deutlicher Hinweis auf das Widerspruchsrecht.

Siehe auch: >> Werbung gegenüber Bestandskunden (Gerichtsurteil)

 

Abmeldung (Opt-Out)

Die aktive Abmeldung muss so einfach wie möglich gestaltet werden. ­Dafür sollte jeder Newsletter über einen sogenannten Abmeldelink verfügen. Hürden, wie viele Fragen zu den Abmeldegründen, oder das weitere Klicken müssen dabei vermieden werden. Klick und Abmeldung ist hier die Devise. Gründe für die Abmeldung kannst du im Nachgang noch über die ­Abmeldeseite erfragen. Auf ein zweistufiges Abmeldeverfahren (DoubleOpt-out) sollte verzichtet werden.

 

2. Zustellbarkeit

Der Betreff eines Newsletters beeinflusst nicht nur die Öffnunsgsrate, sondern auch die Zustellbarkeit immens.

Ein Betreff kann einen Empfänger zur Öffnung animieren, aber auch einen Spamfilter dazu bringen die Mail zu blockieren.

Spamfilter sind stetig in Alarmbereitschaft und darauf programmiert, unerwünschte Mailings direkt auszusortieren. Einige Wörter und Zeichen triggern sie.

 

Folgendes solltest du beachten:

  • Der wichtigste Inhalt kommt zuerst. Um was geht es? Schreibe dies als erstes.
  • Ideale Betrefflänge: 30-50 Zeichen.
  • Spam Regeln beachten. Vermeide Großbuchstaben und werbliche Begriffe.
  • Persönliche Ansprache, bereits im Betreff.
  • Verwende Verben! Handlungsempfehlungen, Call to Action und das bitte kreativ ;-).

 

Bestimmte Begriffe musst du vermeiden:

Im Allgemeinen ist es so, dass das Verwenden von Begriffen in Betreffzeilen keine negativen Auswirkungen hat, wenn die gesamte Reputation gut ist. Dann können auch Begriffe wie ?urgent? oder ?free? durchaus verwendet werden. Wenn die Reputation eher mittelmäßig bis schlecht ist, dann können solche Begriffe den Ausschlag geben, dass eine Mail im Spamordner landet. Beispiel-Begriffe, mit denen deine Mailings sicher im Spam landen:

Geld und Banken: #1 Million $$$ - 100% Act now - Zusätzliches Einkommen? Bitte unbedingt Rechnung bezahlen - Geld verdienen leicht gemacht - 5.000 Euro brutto für 10 Stundenwoche - Schulden? Wir haben die ­Lösung! - Hallo, dringende Antwort benötigt Gratulation, du hast ­gewonnen - Kostenlos - Konto - Ein Geschenk für dich! - Geld sparen - Mastcard Service - ???? - $$$$$ - 100% Gratis!!! - Cash - Bargeld Glücksspiel & Gewinne: Hole deinen Gewinn ab!!!!!!!! - FÜNFHUNDERT EURO GEWINN - Du wurdest ausgewählt - ­Exklusive Gewinne - Glücksspiel - Casino: Jetzt Einsatz abgeben und Millionen gewinnen Dating & Sex: Hartes Geheimnis, das keiner weiß - Sexy Frauen in deiner Umgebung - Traummann in Sicht - Nicht mehr allein

 

3. Kennzahlen

Öffnungsraten, Klickraten, Bounceraten, Abmelderaten - all diese Zahlen sind wichtige Kennzahlen im E-Mail Marketing.

 

Öffnungsrate

Diese Rate ist der Anteil der Empfänger, der eine E-Mail geöffnet hat. Werden alle Öffnungen eines einzelnen Empfängers gezählt, ist dies die gesamte Öffnungsrate. Diese ist in der Regel größer, da ein Newsletter pro Person ungefähr 1,6 Mal geöffnet wird. Die eindeutige Öffnungsrate zählt nur die Anzahl an Personen, die das Mailing geöffnet haben, nicht aber die Anzahl der Öffnungen. Aus der Gesamtöffnungsrate und der eindeutigen Öffnungsrate ergeben sich die Öffnungen pro Empfänger.

Folgendes beeinflusst die Öffnungsrate:

Versandfrequenz, Betreffzeile, Aktualität der Kontakte, Bekanntheit der Marke, Absender, Wettbewerbsumfeld

Es empfiehlt sich eine regelmäßige Kontaktbereinigung durchzuführen. Inaktive Kontakte sollten entfernt werden, da sie die Öffnungsrate verringern und so die Reputation langfristig negativ beeinflussen.

Tipp: Schicke den inaktiven noch eine letzte Reaktivierungsmail. Erhältst du keine Reaktion, lösche sie endgültig aus den Listen.

 

Klickrate

Diese Rate ist der Anteil der Empfänger, der eine E-Mail geöffnet hat. Werden alle Öffnungen eines einzelnen Empfängers gezählt, ist dies die gesamte ­Öffnungsrate. Diese ist in der Regel größer, da ein Newsletter pro Person ungefähr 1,6 Mal geöffnet wird. Die eindeutige Öffnungsrate zählt nur die Anzahl an Personen, die das Mailing geöffnet haben, nicht aber die Anzahl der Öffnungen. Aus der Gesamtöffnungsrate und der eindeutigen Öffnungsrate ergeben sich die Öffnungen pro Empfänger.

Folgendes beeinflusst die Klickrate:

Inhalt, Text, Design, Aufbau, Produkte, Call-To-Action-Buttons

Die Klickrate optimierst du, indem du kurze und knackige Texte schreibst (wichtigste Infos), diese optisch ein ein übersichtliches Design verpackst und auffällige Call-To-Action Buttons verwendest.

 

Bouncerate

Der Anteil der fehlgeschlagenen Zustellungen an der Gesamtmenge der ­Empfänger. Es wird zwischen Hard Bounces unterschieden, die dauerhaft nicht zugestellt werden können, und Soft Bounces, die nur vorübergehend nicht erreichbar sind. Auch Spam Bounces werden zur Bouncerate gezählt.

Folgendes beeinflusst die Bouncerate:

fehlerhafte E-Mail-Adressen, technische Fehler, volle Postfächer bei den Empfängern

Pflege deine Kontakte, entferne Dubletten (sendinblue macht dies automatisch), nutze Double Opt-In

 

Abmelderate

Empfänger, die sich nach dem Versand vom Newsletter abgemeldet haben.

Folgendes beeinflusst die Abmelderate:

fehlendes Interesse, Inhalte sind nicht relevant, Newsletter fehlerhaft, Fehlende Anmeldung, Versandfrequenz ist zu hoch

Was kannst du tun? Wie immer die Kontakte bereinigen, Inhalte auf ihre Relevanz hin prüfen, Versandfrequenz überdenken.

 

4. Technisches

Durch Authentifizierung (SPF, DKIM und DMARC) kann die eigene Reputation zusätzlich an eine feste Domain gebunden werden. Ohne Authentifizierung kann die Domain (im Absender) leicht gefälscht werden.

Es gibt drei Standard-Protokolle für eine solche Authentifizierung:

  • SPF Senders Policy Framework - SPF ermöglicht es, zu zertifizieren, dass die sendende IP-Adresse zur Versendung der E-Mail berechtigt ist. Mit diesem Protokoll kann es Dritten untersagt werden, deinen Domainnamen missbräuchlich zu verwenden und sich als Absender der E-Mail auszugeben. Dieses Protokoll ist besonders effizient gegen Phishing-Angriffe.
  • DKIM Domain Keys Identified Mail - DKIM ist ein verschlüsseltes Protokoll, dessen Verfahren auf öffentlichen, in deinen DNS ver­öffentlichten Schlüsseln beruht. Das Protokoll ermöglicht die Signatur deiner E-Mail mit deinem Domainnamen (wie bei einem Brief, den du mit deiner Unterschrift versiehst). Die beiden Protokolle DKIM und SPF ergänzen sich und schützen vor verschiedenen Arten von Angriffen.
  • DMARC Domain-based Message Authentication, Reporting & Conformance - DMARC verbindet SPF und DKIM zu einer Empfehlung für den Empfänger was zu tun ist, falls SPF oder DKIM fehlerhaft sind. Zusätzlich benachrichtigt es den Inhaber der Domain, falls sie für Phishing missbraucht wird.

Du möchtest nachhaltig und automatisiertes Newsletter Marketing umsetzen?

Dann versuche es mit sendinblue. Gerne unterstützen wir dich dabei.

- Ohne Verpflichtung - ohne Risiko - ohne Bindung -


 

5. Ausblick in die Zukunft

Die Zukunft gehört dem E-Mail Marketing

Bimi: Mehr Trust, bessere Zustellraten

BIMI: Das Markenlogo vermittelt Vertrauen in die Marke Eine spannende neue Technologie ist BIMI (Brand Indicators for Message Identification). Mit BIMI wird es möglich sein, direkt in der Übersicht der ­Mailbox und im Kopfbereich einer E-Mail neben dem Absender das eigene Logo darzustellen. Das erhöht die Markenbekanntheit und Wiedererkennung und vermittelt dem Empfänger ein Gefühl der Sicherheit, dass die E-Mail auch von der zugehörigen Marke gesendet wurde. BIMI befindet sich aktuell noch in einer frühen Testphase und wird bisher lediglich bei Yahoo im Webmailer und in den Smartphone Apps dargestellt. Gmail hat allerdings angekündigt, ebenfalls bald BIMI zu testen.

Checkliste

für E-Mails, die wirklich ankommen

  • Verifizieren deine Domain (SPF, DKM, DMARC)
  • Dedizierte IP-Adressen gewährleisten häufig bessere Zustellbarkeit
  • Keine E-Mail-Adressen kaufen
  • Listenhygiene: Inaktive Empfänger, Bounces und Abmelder entfernen
  • Rechtssicheres Anmeldeverfahren: Double-Opt-In ist ein Muss
  • Spam-Begriffe in Betreffen vermeiden
  • Versende Mails, die relevant sind
  • Halte deine Öffnungsraten hoch

Wie setze ich das am besten um?

Da haben wir schon eine Lösung für JTL-Shop Betreiber

Für deinen JTL-Shop haben wir zusammen mit sendinblue ein kostenloses Plugin entwickelt, welches deinen Shop an die umfangreichen Möglichkeiten von sendinblue anbindet.

So nutzt du die tollen Möglichkeiten von sendinblue für dein E-Mail Marketing kinderleicht.

 

Wir haben für den JTL-Shop das offizielle Plugin entwickelt.

Hole es dir kostenlos aus unserem Store: